Was ist VEMAGS?
VEMAGS steht für Verfahrensmanagement für Großraum- und Schwertransporte. Es ist das gemeinsame Online-Verfahren des Bundes und der 16 Bundesländer: Transportunternehmen stellen darüber ihre Anträge, die Behörden stimmen sich darüber ab und erteilen den Bescheid. Bundesweit im Einsatz ist es seit August 2007.
Heute laufen mehr als 90 Prozent aller Genehmigungen für Großraum- und Schwertransporte über VEMAGS. Für Anträge auf anderem Weg kann die Behörde einen Gebührenzuschlag erheben.
TruckPass24 betreibt VEMAGS nicht und gehört nicht dazu. Wir sind ein privater Dienstleister, der Anträge im Auftrag von Unternehmen über VEMAGS stellt. Über jeden Antrag entscheidet die zuständige Behörde.
Welche Anträge laufen über VEMAGS?
| Erlaubnis nach § 29 Abs. 3 StVO | Fahrzeug oder Fahrzeugkombination überschreiten die zulässigen Abmessungen, Achslasten oder Gesamtgewichte. |
|---|---|
| Ausnahmegenehmigung nach § 46 Abs. 1 Nr. 5 StVO | Das Fahrzeug hält die Grenzen ein, nur die Ladung ist zu lang, zu breit, zu hoch oder ragt zu weit hinaus. |
Beide gibt es für eine einzelne Fahrt, für mehrere Fahrten auf derselben Strecke und als Dauerbescheid für bis zu drei Jahre. Die Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO für das Fahrzeug selbst ist ein eigener Bescheid. Sie muss vorliegen, bevor die Erlaubnis nach § 29 erteilt wird.
Registrierung: So kommen Sie zu einem Zugang
Wer selbst Anträge stellen will, braucht ein Konto. Die Registrierung ist für Antragsteller kostenlos und läuft in diesen Schritten ab:
- Registrieren: Auf der Startseite der VEMAGS-Anwendung geben Sie die Stammdaten des Unternehmens, einen Primärbenutzer und die zuständige Erlaubnis- und Genehmigungsbehörde an.
- Bestätigen: Die angegebenen E-Mail-Adressen müssen bestätigt werden. Je nach Behörde ist zusätzlich eine unterschriebene Haftungserklärung einzureichen.
- Freischalten: Die gewählte Behörde prüft die Registrierung und schaltet den Zugang frei. Erst danach lassen sich Anträge stellen.
- Benutzer anlegen: Der Primärbenutzer richtet weitere Benutzer des Unternehmens selbst ein.
Als zuständige Behörde wählen Sie am besten die, bei der Sie die meisten Anträge stellen werden.
Stellen wir den Antrag für Sie, brauchen Sie kein VEMAGS-Konto. Sie erteilen uns eine Vollmacht, die Vorlage dafür schicken wir Ihnen.
So läuft ein VEMAGS-Antrag ab
- Erfassen: Fahrzeuge mit Maßen, Gewichten und Achslasten, die Ladung, Start, Ziel und der gewünschte Zeitraum werden eingetragen, der Fahrtweg wird in der Karte festgelegt.
- Einreichen: Der Antrag geht an die zuständige Straßenverkehrsbehörde.
- Anhören: Die Behörde beteiligt die Straßenbaulastträger und weitere Stellen entlang der Strecke. Bis zu bestimmten Maßen und Gewichten entfällt dieser Schritt.
- Anpassen: Lehnt eine beteiligte Stelle den Fahrtweg ab, etwa wegen einer Baustelle oder einer Brücke, wird der Antrag geändert und erneut abgestimmt.
- Bescheid: Die Behörde erteilt die Genehmigung mit Fahrtweg und Auflagen.
Für die Bearbeitung gilt seit Juli 2025 ein Richtwert von in der Regel zwei Wochen ab vollständigem Antrag. Müssen Brücken nachgerechnet werden oder sind viele Stellen beteiligt, dauert es länger.
Wo die Arbeit steckt
Das Formular ist der kleinere Teil. Aufwendig ist, einen Fahrtweg zu finden, den alle beteiligten Stellen mittragen. Je breiter, länger und schwerer der Transport und je mehr Bundesländer er durchquert, desto öfter muss ein Antrag nachgebessert werden.
- Unvollständige oder unplausible Angaben zu Achslasten und Achsabständen führen zu Rückfragen.
- Baustellen, Brücken mit Lastbeschränkung und Engstellen zwingen zu einem anderen Fahrtweg.
- Jede Änderung am Fahrtweg muss erneut mit den betroffenen Stellen abgestimmt werden.
Was kostet ein VEMAGS-Antrag?
Die Registrierung kostet Antragsteller nichts. Gebühren erhebt die Behörde für den Bescheid: nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt, Nr. 263.1.1) zwischen 40 und 1.300 €, abhängig unter anderem von Gewicht, Zahl der beteiligten Stellen und Zahl der Fahrtwege.
Für unsere Leistung nennen wir Ihnen einen Festpreis, bevor wir starten. Er richtet sich nach Maßen, Gewicht und Strecke Ihres Transports. Die Behördengebühren reichen wir ohne Aufschlag weiter.
Selbst beantragen oder abgeben?
| Selbst beantragen | Passt, wenn Sie regelmäßig Anträge stellen und jemand im Haus das Verfahren, die Vorschriften und die Streckenplanung beherrscht. |
|---|---|
| Antrag abgeben | Passt, wenn Großraum- und Schwertransporte bei Ihnen selten vorkommen oder die Zeit für Registrierung, Einarbeitung und Rückfragen fehlt. |
Geben Sie den Antrag an uns ab, übernehmen wir:
- die Prüfung Ihrer Angaben, bevor der Antrag gestellt wird
- den Antrag über VEMAGS, werktags innerhalb von 24 Stunden nach Ihrer Freigabe und sobald die Unterlagen vollständig sind
- die Rückfragen der Behörde und nötige Änderungen am Antrag
- den Bescheid mit einer Übersicht aller Auflagen und des Fahrtwegs
Welche Unterlagen wir brauchen
- Fahrzeugpapiere (Zulassungsbescheinigung Teil I) von Zugmaschine und Anhänger bzw. Auflieger
- Gesamtmaße und Gesamtgewicht, Achslasten und Achsabstände
- Angaben zur Ladung
- Lade- und Entladeort bzw. Einsatzgebiet und gewünschter Zeitraum
- Falls vorhanden: Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO bzw. Gutachten
- Vollmacht für die Antragstellung (die Vorlage schicken wir Ihnen)
Fehlt etwas, melden wir uns. Sie erhalten vor dem Start einen Festpreis, und nach Ihrer Freigabe stellen wir den Antrag innerhalb von 24 Stunden über VEMAGS.
Stand: 5. Oktober 2026. Diese Seite gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die geltenden Vorschriften und der Bescheid der zuständigen Behörde.